Hi ihr Lieben!
gerade sind die zwei Räuber ins Bett gegangen und ich sitze bei offenem Fenster und Ventilator in meinem Zimmer und habe endlich Zeit, um euch von meinen neuesten Abenteuern zu berichten 🙂
Heute ist mein erster San-Diego-Monat rum und auch wenn die Schulzeit langsam zum Alltag wird, ist trotzdem jeder Tag anders. Letzte Woche durfte ich zum Beispiel meine erste, richtig vorbereitete Stunde in der 4. Klasse halten. Ich hatte mir eine schöne Aufgabe für die Kinder überlegt und bin recht ruhig an die Stunde ran gegangen. Als ich dann jedoch eine andere Praktikantin total aufgelöst auf dem Gang getroffen habe, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob dies die beste Strategie war. Sie hatte gerade selbst eine Stunde in der Klasse, in die ich später gehen sollte – und es ging drunter und drüber… Sie war richtig traurig. Nach der Begegnung hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch und habe kurz überlegt, welche Gründe es gibt, die Stunde doch nicht halten zu müssen. Aber da ich weder krank aussah, noch die Welt unterging dachte ich, dass ich nichts zu verlieren habe.
Anders als erwartet haben die Kinder dann auch nicht auf den Tischen getanzt. Im Gegenteil, sie haben mit gearbeitet und waren die ganze Zeit bei der Sache – und das in der 6. Stunde! Ich war echt überrascht. Anschließend hatte ich noch ein Auswertungsgespräch mit der Lehrerin, bei dem ich mich zunächst selbst einschätzen sollte. Natürlich findet man selbst immer ein paar Dinge, die man besser machen würde. Aber meine Mentorin war total angetan und meinte sogar, ich sei eine „geborene Lehrerin“. Am meisten hat es mich gefreut, dass sie meinte, ich hätte eine sehr gute Aussprache und man hört keinen Dialekt. Meine erste Stunde lief also ziemlich gut und ich bin gespannt, wie die nächsten werden!
Neben dem Arbeiten steht aber natürlich an oberster Stelle, San Diego und Umgebung zu erkunden 🙂 Vor etwa zwei Wochen habe ich Svenja, ein Au-Pair aus Hamburg, kennengelernt. Sie wohnt ca. 3 Autominuten (verrückt, dass ich auch schon diese Zeitangabe nutze 😀 ) von mir entfernt. Das ist echt super, denn so können wir auch nach der Arbeit noch zusammen was unternehmen. Zum Beispiel waren wir letzten Mittwoch am Ocean Beach und haben uns dort den Sonnenuntergang am Meer angesehen. Es sah aus, wie in einem perfekten Rosamunde Pilcher Film 🙂
Am Freitag sind wir nach La Jolla gefahren. Das ist ein Stadtteil von San Diego, der ziemlich am Rand liegt und ein echt nobles Viertel ist. Dort gibt es die La Jolla Shores – eine tolle Küste mit faszinierenden Buchten. Das Wasser war auch richtig klar und ich wäre am liebsten gleich rein gesprungen! Es soll auch ein paar abgelegene Buchten geben, wo nicht so viele Menschen hinkommen. Dort soll es auch richtig schön zum baden sein. Aber die müssen erst noch von uns erkundet werden 🙂
So, das war der erste Teil 🙂 Von unserem Wochenendausflug nach Oceanside und Palm Springs erzähle ich euch bei meinem nächsten Blogeintrag. Keine Angst, ihr müsst nicht lange auf ihn warten! Es gibt nur so viel zu erzählen, dass ich mit dem Schreiben fast nicht hinterher komme 🙂 Aber ich habe mir extra ein bisschen Zeit für morgen eingeplant!
Ich hoffe, euch geht es auch allen gut und das Wetter in Deutschland wird auch endlich sommerlicher! 🙂





Schreibe einen Kommentar